Bundeskanzleramt und DGB-Vorstand

Bundespreis: Projekt-Funkensprung / Mit anerkennender Leistung ins Bundeskanzleramt / Handlungsleitlinien „Impuls-Coaching“ / „Auerberger Bündnis für Integration“ / Flüchtlingshilfe / Engagement von geflüchteten Profi Sportlern

Bundespreis: Projekt-Funkensprung:Die Jugendlichen des Projektes Funkensprung haben in Kooperation mit dem Berufskolleg Opladen, dem Paidaia e.V. und der Produktionsfirma Heavy Mediaeinen Film über „Menschenrechte“ gedreht. Die Jugendlichen gewannen dafür den Bundespreis „Die Gelbe Hand – Engagement der Jugend gegen Rassismus“. Der Preis wurde durch den Gastgeber der Preisverleihung, Ministerpräsident des Landes Brandenburg, Dr. Dietmar Woidke, überreicht. In einer bundesweiten Initiative wurden vorab alle Schulformen aufgefordert, Filmbeiträge zum Thema „Engagement gegen Rassismus“ einzureichen. Das erste Mal in der Geschichte der Preisverleihung waren sich alle in der Bundesrepublik verteilten Jurymitglieder einig, dass der Paidaia-Film über Menschenrechte den ersten Platz erhält. Er wird zusammen mit einer Begleitbroschüre den Schulen bundesweit als Lehrmaterial dienen.

https://www.gelbehand.de/setz-ein-zeichen/wettbewerb-20152016/wettbewerb-20152016-1-preis/
https://www.gelbehand.de/setz-ein-zeichen/wettbewerb-20152016/wettbewerb-20152016/

Eine weitere Ehrung erfuhren die Jugendlichen des Projektes Funkensprung in Begleitung von Hassan und Ibrahim Ismail (Paidaia e.V.) durch die Einladung zu einem Empfang im Bundeskanzleramtanlässlich des 30-jährigen Engagements der gelben Hand gegen Rassismus. Die Einladung erfolgte durch die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Staatsministerin Aydan Özoğuz. Anwesende waren Vertreter der Gelben Hand, die Vorsitzenden des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), und die Integrationsbeauftragte.

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Ibrahim Ismail hat auf Grundlage praktischer Erfahrungen die Handlungsleitlinien zum „Impuls-Coaching“ entwickelt. Insbesondere antriebslose Jugendliche und junge Menschen mit besonderen Problemlagen erfahren hierdurch einen Bildungsprozess, der ihre intrinsische Motivation steigert und sie in ihrer Persönlichkeit festigt. Aufbauend auf dieser gefestigten Persönlichkeitsstruktur ist anschließend eine nachhaltige berufliche Qualifizierung möglich. 

Die Mitglieder des Paidaia e.V. engagieren sich mit verschiedensten Förderangeboten und Aktionen für geflüchtete Menschen in mehreren Städten: Köln, München, Hamburg, Berlin, Düsseldorf, Wuppertal, Solingen, Siegen, Leverkusen, Bochum und Bonn. Dabei stehen insbesondere Kinder, Jugendliche und ihre Familien im Fokus.

Paidaia unterstützt als Mitglied die Initiative „Auerberger Bündnis für Integration“ (ABI). Die Initiative unterbreitet den nach Deutschland geflüchteten und in Bonn-Auerberg untergekommenen Flüchtlingen verschiedene Angebote und führt Aktionen durch. Hierdurch bekommen die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, sich in der Initiative sozial zu engagieren und in Kontakt mit unseren neuen Mitbürgern zu treten. ABI wurde von der Lukaskirchengemeinde und der St. Thomas-Morus-Gemeinde als offene ehrenamtliche Initiative angestoßen. Paidaia unterstützte mit u.a. arabisch sprechenden Mitgliedern und Mediatoren die Kontaktaufnahme zwischen deutschen Bürgern und unseren neuen Mitbürgern. Hierdurch konnte sich ein regelmäßiges, gut besuchtes Kontaktcafé etablieren. Des Weiteren unterstützte der Paidaia im Rahmen der Initiative Konzeptionen zur Förderung und Beteiligung der geflüchteten Menschen und setzte sich für die Realisierung ein.

Mit syrischen Profisportlern besuchte der Paidaia e.V. verschiedene Notunterkünfte in Deutschland und setzte sich in mehreren Aktionen und Projekten für die geflüchteten Kinder ein. Alle Beteiligten waren über die Zustände am LaGeSo in Berlin erschüttert. Dort halfen sie der Filmproduzentin Gabriela Sperl bei ihrer Dokumentationsreihe „Weihnachten am LaGeSo“. Erfreulicher war dagegen der Besuch im Flüchtlingscamp an der Schnackenburgallee in Hamburg. Dieses Camp gehörte zu den größten Erstaufnahmelagern der Stadt. Etwa 3000 Menschen waren dort untergebracht. In dieser Unterkunft haben Geflüchtete mit Unterstützung von Ulrich Hauser (Stern-Reporter) eine Tee-Lounge und einen Leseraum in DOMO-Zelten eingerichtet. Des Weiteren hat der Fußballclub „Sankt Pauli“ nach dem Besuch von Ahmad und Tarek einen Basketballbereich für seine Jugend gegründet. Das Angebot ist für geflüchtete Kinder und Jugendliche offen. Dies freut uns!

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